Das Mailorder-Blog von Martin Gross-Albenhausen
Emotionen sind mehr als Preise
Ich liebe Johnnie Boden (den Katalog, nicht den Mann :-)). Wer etwas über Emotionalisierung durch Fotos, Text und Bilder lernen will, sollte seine Werbung verfolgen. Heute der e-Newsletter:
Nichts gegen die Emotion der Preise. Was mir hier aber gefällt, ist der typische "Boden Approach", Kontexte zu schaffen. Sneakers sind nichts besonderes. Auf einem Board schon. Es ist der kleine Schubser, der einen zum Klicken bringt. Und darauf kommt es doch an, oder?
Für welche Plattform programmieren wir morgen?
Morgen um diese Zeit sitzen die Apple-Jünger vor dem PC (oops, dem Mac) und warten auf das Live-Blogging der Steve-Show. Schade, dass es noch kein Live-Viewing dafür gibt... Unterm Christbaum der Tablet - und dann?
Wenn tatsächlich die Killer-Applikation kommt, dann wird es nicht die einzige bleiben. Sie wird multipliziert und auf den unterschiedlichsten Betriebssystemen laufen. Beim iSlate läuft Safari und Firefox. Auf den meisten anderen sicherlich der Explorer (Sicherheitslücken hin oder her).
Soweit so gut. Aber was ist mit den Apps? Oder besser gesagt: Den Widgets? Das iPhone hat gezeigt, dass ein neues Endgerät eine neue Art von "Verkaufe" zeitigt. Für welche Basis wird man also Widgets programmieren? Für das iPhone OS, das wohl auch auf dem iSlate läuft? Für Chrome, damit Google-Slates laufen können? Für Windows?
Und wie gehen wir mit der wechselnden Optik von Tablets um? Wie sehen unsere Seiten im Hochformat aus?
Muss der Kunde künftig scrollen, klicken oder blättern?
Wenn das Eintippen von Informationen schwierig und der mobile Zugang zum Netz Standard werden: Wie adressieren wir die Sicherheitsbedenken? Wie wickeln wir die Zahlungsmodalitäten ab - kommt die große Zeit von Googles Checkout oder Paypal? Ein übergreifendes "Wallet" für alle Versender? Welcher Verschlüsselungsstandard? Passwortschutz oder echter Fingerabdruck?
Welche Macht bekommen die Telcos, wenn der Vertrieb über sie läuft? Welchen Restriktionen unterliegen die Widgets? Wessen AGB sind nachher eigentlich die entscheidenden?
Morgen ist "iLigabend". Die Bescherung haben wir danach.
Forecasting und die Zukunft der Shopping-Clubs
Otto hat seinen Gewinn nicht zuletzt deshalb trotz höherer Investments in Werbung steigern können, weil der Einkauf besser disponiert hat. Das kann für Shopping-Clubs ein Warnsignal sein.
In der "alten Welt" habe die Versandhändler große Überläger erzielt, weil sie den tatsächlichen Abverkauf (gerade bei modischen Artikeln) schlecht kalkulieren konnten. Um sie abzuverkaufen, wurden die Sonderlisten gedruckt, die EXTRA-Kataloge oder Rotstift-Beilagen bei Tchibo. Die Unsicherheit hinsichtlich der richtigen Menge hat sich bis zu den Lieferanten fortgesetzt. Die nämlich haben auf Grundlage der Vororder der Händler ihre Produktionsmengen ausgesteuert.
Das Ergebnis kennen wir: Zuwenig von der guten Ware, zuviel von der schlechten. Oder mit der alten Regel: 15 % Renner, 85 % so lala bis Penner.
Daran hat sich auch heute nichts geändert - es scheint eher ein Einkaufs- als ein Kanalphänomen zu sein. Aber die Absatzplanung funktioniert heute deutlich besser. Das erkennt man daran, dass Otto seine Corso-Abschleusermärkte zu einer Posten-Plattform für Wiederverkäufer umgestellt hat, daneben die EXTRA-Kataloge abgeschafft hat und nur noch über das Internet abschleust. Das geht aber angesichts von Ottos Print-gewöhnter Klientel nur, weil die Mengen besser eingeschätzt werden können. Einfach nur verknappen geht ja nicht, denn NaLis und NiLis oder noch schlimmer "NiNas" (nicht gelieferte Nachlieferungen) verärgern die Kunden auf Dauer. Doch Otto hat die Lieferfähigkeit verbessert UND die Überhänge reduziert.
Die Dispositionstools stehen inzwischen über die Otto Group hinaus auch anderen Händlern zur Verfügung. Die Karlsruher Phi-T bietet das gemeinsam mit Otto entwickelte System dem Markt an (mehr auf der IT@Commerce Ende Februar in Frankfurt).
Die Frage ist also, ob sich die Überhänge "verkürzen" und damit die für Shopping-Clubs zur Verfügung stehenden Mengen reduzieren. Das würde zu einer Konsolidierung in dem überhitzten Markt führen.
Es sei denn natürlich, dass die Shopping-Clubs eben keine reinen Abschleusungs-Kanäle mehr sind. Dass Marken für große Clubs produzieren, wird ja immer wieder gerne kolportiert. Es sind für sie Möglichkeiten, ihre Waren ohne großen Imageschaden breiter zu "verproben". Damit haben die Shopping-Clubs einen wichtigen Platz im Ökosystem auch dann, wenn die Marken eigentlich keine massiven Mengenprobleme mehr haben sollten.
Dennoch kann man gespannt darauf blicken, ob die länger schon prognostizierte Konsolidierung unter den Shopping-Clubs im Jahr 2010 oder 2011 eintritt. Konsolidierung ist dann allerdings eher ein Beleg dafür, dass sich das Phänomen etabliert hat - und nicht, dass den Shopping-Clubs ein Ende droht.
Seid Ihr alle Geisterfahrer!?
Also, wenn Ihr es noch nicht wusstet: Alle, die Ihr im Versandhandels mit Katalog, Onlineshop, Teleshopping Geld verdient, fahrt mit abgeklebten Scheiben und wundert Euch über den Schaden, den ihr hinterlasst! Das hat jedenfalls der Arcandor-Insolvenzverwalter erkannt.
Kurz vor Jahresende hat Klaus Hubert Görg in einem langen Interview mit dem "Spiegel" einen denkwürdigen Satz fallen lassen: „Versandhandel ist wie Autofahren mit abgeklebten Scheiben - erst im Rückspiegel kann man sehen, was gerade passiert ist.“ Der Versandhandel sei im Vergleich mit dem Warenhaus das schwierigere Geschäft, das man viel weniger planen könne. Man wisse beispielsweise nie, was die Kunden wieder zurückschicken.
Wer nur auf das Frontend schaut, das ist nun mal so, kann am Backend, nämlich im Lager, Chaos erzeugen. Das ist allerdings keine Neuigkeit, und schon gar kein Grund, das Geschäftsmodell anzuzweifeln.
Wettbewerber Otto zeigt dieser Tage eindrucksvoll (auch wenn das nicht in der Presse zu finden ist), dass gerade der Versandhandel hier Daten besser als viele andere lesen und die Prognose extrem verfeinern kann. Wo der Einzelhändler nicht wahrnimmt, wie oft ein Teil angefasst und zurückgelegt wurde, kann der Versender dies an Bestellungen oder auch nur an Klickpfaden im Internet ablesen. Und dadurch die Lieferbereitschaft erhöhen und gleichzeitig die stumpfen Abschleusungs-Instrumente (Ausverkäufer-Kataloge etc.) kurzerhand abschaffen.
Retouren gehören zum Geschäft und werden genau kalkuliert. Aus der Sicht eines Insolvenzverwalters mag die Retoure bei der Liquiditätssicherung kritisch sein. Es drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass Görg und seine Mannen schlichtweg überfordert waren.
Im Einkauf, sagt man, wird das Geld verdient. Das ist nicht so spannend wie aufregende neue Geschäftsmodelle. Es ist aber für jede Form von Versandhandel elementar. Genau so wie eine vernünftige Logistiksteuerung bis hin zur Wiedervereinnahmung nach Retouren und Rückschleusung in den Verkauf. Fragt mal die Teleshopping-Sender, wie Sie mit den Peaks nachher umgehen.
Nur: Es ist kein Hexenwerk, und Versender sind keine Geisterfahrer.
Amazons iPhone-App: Der Mechanical Turk in Deutschland
Gerade meldet Amazon, dass man ab sofort die deutsche App für iPhone und iPod Touch herunterladen könnte. Mit dabei: Memo, das Foto-Erkennungssystem, das auf globalem Crowdsourcing fusst.
Bei Amazon Memo kann man mit der Handy-Kamera Bilder von Objekten aufnehmen. Diese werden automatisch hochgeladen und erhalten binnen Sekunden oder auch mal einigen Minuten passende Treffer aus der Datenbank. Die Hauptfunktion von Memo ist allerdings, sich Listen von interessanten Objekten anzulegen.
Was vielen verborgen bleibt, ist die Funktionalität hinter Memo. Zum Einsatz kommt der Mechanical Turk, ein seit einigen Jahren vor allem in Amerika eingeführtes Crowdsourcing-Konzept. Dabei erhalten tausende von potentiell weltweit verteilten digitalen Lohnarbeitern Kleinbeträge für unterschiedlichste Aufgaben. Das können z.B. Software-Programmierungen sein (wofür es hauptsächlich ausgelobt wird), aber auch Umfragen oder die Zuordnung von Bildern zu vorselektierten Produktoptionen aus einer Datenbank.
Die Kombination einer "leistungsstarken Software" mit "menschlicher Intelligenz" ist für Amazon der richtige Weg, um 24 Stunden am Tag möglichst passende Treffer zu liefern. Oder wie es in der Beschreibung des MT heißt:
While computing technology continues to improve, there are still many things that human beings can do much more effectively than computers, such as identifying objects in a photo or video, performing data de-duplication, transcribing audio recordings or researching data details. Traditionally, tasks like this have been accomplished by hiring a large temporary workforce (which is time consuming, expensive and difficult to scale) or have gone undone.
Dabei geht es auch um den schonenden Umgang mit Ressourcen - der "Requester", also der Auftraggeber:
Businesses or developers needing tasks done (called Human Intelligence Tasks or “HITs”) can use the robust Mechanical Turk APIs to access thousands of high quality, low cost, global, on-demand workers—and then programmatically integrate the results of that work directly into their business processes and systems.
Es geht hier also um die Arbeit der "digitalen Boheme", um mit Holm Friebe und Sascha Lobo zu sprechen. Bzw. des modernen Digital-Proletariats, wie Kritiker sagen. Interessant sind allerdings die Erhebungen zu diesem Thema. Umfragen weisen die "Turkers" als jünger, ärmer und eher weiblich aus: Panos Ipeirotis kommt zu diesem Schluss aufgrund von ComScore-Daten und eigenen Erhebungen.
So, how Turkers compare to the general US Internet population? The short answers:
Turkers are younger. 54% of Turkers are between 21-35 years old, compared to 22% of the general population.
Turkers are mainly female. 70% of the Turkers are female, compared to 50% of the general population.
Turkers have lower income. 65% of Turkers have household income less than 60K, compared to 45% of the general population.
Turkers have smaller families. 55% of Turkers do not have children, compared to the 40% of the general population.
Geographical distribution of Turkers and Internet users is similar. Race composition of Turkers and Internet users is similar, although there are slightly more Asians on Mechanical Turk.
Of course, the last two bullets may be simply the result of the first: Younger people have lower income, do not have children, and live in smaller households.
Allerdings sagen verschiedene Umfragen auch, dass Lohnerwerb nicht unbedingt die alleinige Motivation für das "turken" ist.
Interessant ist in jedem Fall die Erkenntnis, dass Software allein nicht ausreicht, um 1 und 1 zusammenzuzählen. Die Interpretation von "unstrukturierten" Daten ist das große Projekt, das den Online-Handel auf die nächste Stufe heben kann. Wie schwer es ist, sogar aus strukturierten, aber verstreut vorliegenden Informationen die richtigen Schlüsse zu ziehen, merken wir in der Debatte über die Vorratsdaten-Speicherung und Fluggast-Vorfälle.
Stephen Baker, Autor des Buches "The Numerati", wird darüber auf der ECOM in Berlin eine Keynote halten. Auf der ECOM geht es in diesem Jahr nicht nur um neue Konzepte, sondern auch und gerade um die Nutzung und Verarbeitung von Kundenbeiträgen. Und darum, wie man daraus eine Zukunftsstrategie für sein Versandhandels-Unternehmen schmieden kann.
Der nächste Schritt: Google Goggles
Hagen Fisbeck hat mich via Twitter auf Google Goggles aufmerksam gemacht. Das schließt fast nahtlos an meinen vorigen Post an. Hier das Video mit der Beschreibung:
Location! Location!! Location!!!
Versandhändler müssen dringend darüber nachdenken, wie sie die zentrale Lieferung mit Services aufladen. Sonst geraten sie in einer zunehmend mobil verbundenen Gesellschaft ins Hintertreffen...
Dass Google in Amerika inzwischen Geschäfte im Umkreis einer Postleitzahl nennt, habe ich im Blog schon öfter berichtet. Vor Weihnachten hat der Dienstleister Milo.com einen vergleichbaren Service gestartet, der ein viel tieferes Wissen über die lokal verfügbaren Waren (also nicht nur gelistet, sondern tatsächlich vorrätig) hat.
(Auctionbytes hat sich hier mit Milo.com befasst.)
Damit fängt es aber erst an. Die "location-based services" und "enhanced reality" auf den neuesten Smartphones werden anfangs die Geeks, später aber mehr und mehr Shopper durch die Straßen steuern. Wenn Google unter Android automatisch eine Sortierung nach Preis und Nähe anbietet, und zwar aufgrund des GPS-Sensors, dann geht dem Versandhandel ein wesentliches Argument verloren - die Bereitstellung eines tiefen Sortiments.
Hier kehrt sich das Longtail-Prinzip um. Ein langer Schwanz an Spezialprodukten ist nicht mehr in tausenden von Onlineshops versammelt, sondern in den vielen Boutiquen in der Nähe des Kölner Neumarktes. Oder eben nicht bei Karstadt am Oberpollinger, sondern in vielen kleinen Läden drumherum.
Was antworten Versandhändler darauf?
Zum einen werden Versandkosten-Pauschalen dadurch lächerlich. Soll ich auch noch für das Warten bezahlen? Was "zahlt" der Versender MIR für meine Geduld? Er kann ja nicht mehr mit "keine langen Wege" oder "Bestpreis" punkten - da ist Google vor. Convenience? In spätestens 6 Monaten wird es Apps geben, die aufgrund einer Shopping-Liste einen optimierten Wege-Plan erstellen. Und zwar nach dem Motto der beste Preis zum geringsten Fersengeld.
Was also kann der Versender wirklich tun?
Er muss vermutlich "mehr" tun als nur liefern. Die Verpackung inszenieren, Goodies beilegen, einen Laufzeitvertrag für Vor-Ort-Wartung, Reinigungs-Services (auch für Kleider)... Das alles schneidet in die Margen.
Ein anderer Ansatz wäre eine komplette Neudefinition des Liefervorgangs. Netzwerk-Lieferungen vielleicht, um zumindest die Kosten der Lieferung zu vermeiden und zugleich eine Auspack-Party zu inszenieren. Sozusagen der Sammelbesteller in neuer Funktion. Shopping und Party in einem.
Wieder ein anderer Weg: Pop-up-Stores für kurzläufige Sortimente. Versender können immer noch einen großen Teil an Nachfrage inszenieren. Während des Haupt-Angebotszeitraumes gibt es Abverkaufsflächen in Ballungsräumen. Wichtig wird es, dort (wie bei Frontline) durch Internet-Terminals wenigstens die passenden Zusatzverkäufe zu ermöglichen. Hier wäre auch der Einsatz von Video-Shopping-Elementen wie zugara.com oder die von mir schon vorgestellten virtuellen Spiegel mit Shopping-Funktion möglich.
In jedem Fall braucht es deutlich mehr Kreativität, wenn die Distanz wieder zum Problem für Käufer wird...
Longtails jenseits von Amazon
Welches ist der Top-Suchbegriff in deutschen Online-Apotheken? Offenbar weder Viagra noch Cialis - das besorgt man sich anderswo :-) Sondern: Almased. Das sagt eine Studie von Omikron.
Nichts neues, aber Omikron zeigt auf Basis von einer halben Million Suchanfragen (in einem Beobachtungszeitraum von vier Wochen), dass die Top 10 Suchbegriffe im Online-Apothekenmarkt nur 7 % der gesamten Suchanfragen ausmachen. Und für das Suchmaschinen-Marketing ergeben sich damit klare Aufträge: Warum das Keyword "Paracetamol" alleine für teures Geld suchen und speziell optimieren, wenn doch die Summe der Kombinations-Suchen ("Schmerzmittel Paracetamol ratiopharm Packungsgröße xy") deutlich höher ist als die nur nach dem Präparat? Und obendrein, so Omikron, die Umwandlungsrate deutlich höher?
Und noch eine Mikroerkenntnis: Falschschreibungen werden wichtiger, trotz Autokorrektur. Bei Paracetamol, eigentlich ja jedem Kind bekannt (die ja bei Fieber kein Aspirin nehmen dürfen), entdeckete Omikron nicht weniger als 35 Schreibweisen. Google bietet meist nur eine Ersatz-Schreibweise an.
Was Twitter über Googles Nexus One verrät
Wie man aus unstrukturierten Kundentexten Marketing-Aussagen gewinnt, ist eines der Top-Themen der ECOM im April in Berlin. Ein schönes Beispiel gibt es für Googles Nexus One:
Die Beratung Attensity hat 15.000 Tweets über das angekündigte Google Phone analysiert und kommt zunächst zu sehr positiven Aussagen: 55 % derjenigen, die über das Nexus twittern, sind positiv eingenommen, 6 % "lieben" es sogar. Zwar können alle erstmal nur sehr allgemein reden, aber zumindest sieht man, dass für diejenigen, die das neue Smartphone schätzen, vor allem Android, der Bildschirm und die kommenden Apps von besonderer Bedeutung sind.
Die Gegenprobe: Offenbar sind für die Nexus-Hasser ebenfalls das Betriebssystem und die (geringe Zahl der) Apps ein Stolperstein. Und die fehlende Hardware-Tastatur (kann ich verstehen).
Immerhin wollen 87 % derjenigen, die überhaupt über das Nexus reden, das Smartphone mal ausprobieren, wenn nicht gar kaufen. Aber Achtung: Es gibt 6 %, die einen echten "Deal-Breaker" nennen, also einen Killer-Faktor im negativen Sinn.
Aberwie einflussreich sind die Freunde und Feinde?
Intend to Buy: 100 "Tweeters" that have indicated that they intend to buy the Nexus One have 1,000 or more followers. Five of the people in this category have more than 10,000 followers. So they are quite influential.
Will Not Buy: Eight of the people in this category have more than 1,000 followers, with two having more than 10,000.
Der Einflussreichste aller Twitterer, mit 83.000 Followern, hasst das Nexus wegen eines harten Deal-Breakers: Das Telefon ist nicht in seinem Land verfügbar.
Mit guter Analyse-Software kann man über solche Analysen hinaus auch noch nachvollziehen, welche der Eigenschaften von Produkten, Angeboten, Unternehmen den tiefsten Eindruck hinterlassen haben, etwa in Form von Retweets der Nachricht.
Google bekommt also einen schnellen Eindruck der Sweet Spots seines Phones und kann entsprechend gegensteuern. Auf der ECOM zeigen wir anhand eines Beispiels aus der Tourismus-Wirtschaft, wie man das Social Web unter Marketing-Fragestellungen "scoren" kann.
Salix flectitur sed non frangitur*
Aus unserer beliebten Reihe "Mobile Endgeräte der Zukunft" hier ein paar Bilder des weiterentwickelten FirstPaper. Heute nennt sich das Konzept Skiff und kommt schon ziemlich nah an Magazin-Haptik heran. Die Hearst Corporation wird das neue Gerät diese Woche auf der CES vorstellen:
Das neue Endgerät soll Zeitschriften und Magazine in einer bisher unerreichten Brillanz darstellen. Der Bildschirm misst 11,5 Zoll, vor allem das Gewicht von weniger als 500 Gramm macht es zu einem interessanten Produkt. Das spiegelt sich auch in seiner Silhouette wieder:
Und wenn jemand Angst haben sollte, das Gerät in der Tasche mitzunehmen: Vor Glasbruch ist das neue Display geschützt. Das von LG mitentwickelte Gerät biegt sich problemlos durch.
Wie sich dies auf die Resistivität des Bildschirms auswirkt, wird wohl erst der Test zeigen. In Amerika wird das Gerät über den Telecom-Anbieter Sprint verkauft.
Mit solchen Endgeräten wird sich auch die Art der Navigation im Web ändern. Wo die Reise hingeht, weist vielleicht MIKI, das ich gerade via fischmarkt entdeckt habe. Dort blättert man nicht, sondern man schiebt die Shop-Seiten - oder vielleicht besser: Katalog-Seiten? - wie auf den Handy-Tochscreens von links nach Rechts.
*Und wer sich über den Titel dieses Posts wundert: Die Übersetzung aus dem Lateinischen lautet "Die Weide biegt sich, doch sie bricht nicht". (Wofür so ein paar Jahre humanistisches Gymnasium doch gut sind...)






