Zitat des Tages
It is important to understand how channel shift happens over time. When customers settle upon their preferred channel, you can greatly reduce marketing expense. When customers are shifting across channels, marketing expenses tend to rise.
(Kevin Hillstrom)
Vor 15 Jahren war bei Quelle - zumindest soweit Patrick Palombo das mal erinnerte - das Internet vor allem ein großartiger Weg, eigentlich der zukünftige Königsweg, um Geld zu sparen. Der Kunde nimmt allein durch die eigene Eingabe der Bestellung im Kundenservice viel Arbeit ab.
Auch bei der Quelle hat dann niemand weiter gedacht - welche Kosten sonst man sparen könnte. Vielleicht fanden auch die Propheten keinen Resonanzboden in der betonierten Einkäufer-Merchandiser-Struktur. Und der Kunde hat es die längste Zeit schwer gemacht, weil er (und gerade der Quelle-Kunde) weiter massiv Papier brauchte, um mit ausreichend Umsatz die Logistik- und Service-Strukturen auszulasten. Die Durchgangsphase des Multichannel ist teuer.
Wenn Hillstrom aber recht hat - und ich vermute, dass in Deutschland die Zahlen in 1-2 Jahren das gleiche sagen - dann können bzw. MÜSSEN die Versender 2011 eine neue, schlanke Katalogstrategie entwickeln, die nur noch Impulse setzt. Denn:
Der Kunde bestellt nicht mehr aus dem Katalog.
Damit wird auch die Sortimentskompetenz nicht mehr an der dicke eines Kataloges bemessen, sondern am "Footprint". Der Footprint sind
- Platzierung in Suchmaschinen
- Vielfalt der Touchpoints, z.B. bei Intermediären
- Teilnahme an den drei Marktgesprächen (mit dem Anbieter, über den Anbieter, beim Anbieter über Produkte/Themen)
- Kataloge
- Filialen
- Sichtbarkeit z.B. durch TV-Spots
- PR
- ...
Google hat ja angekündigt, dass künftig auch Blogs, Twitter etc. in die Suchergebnisse einbezogen werden. Welche Veränderung das für den Page Rank bedeutet, kann man nur schwach erahnen. Andererseits wird es so auch einfacher, die Erfolge der "Social Media" zu messen.













