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Von der Suchmaschine zur Shopping-Destination

Nicht nur, dass viele Online-Shops über die immer höheren Klickpreisen bei Google stöhnen. Heimlich hat das Unternehmen alle Bestandteile für die ultimative Shopping-Mall zusammengekauft. Das unterstreicht, was ich vorgestern über den Wettbewerb zwischen Google, Apple, Amazon und Microsoft geschrieben habe. Es verfeinert aber auch einen Punkt: Mit Amazon steht Google durchaus im Wettbewerb - aber eher als "Parasit":

Da gibt es Goggles oder Yelp, aber eben auch die immer feineren Real-Time-Technologien und die Indexierung des Social Graph. Checkout gibt es schon, über "Shopping" auch die Produktfeeds (die um ein Warenbestands-Update ergänzt werden müssten). In jedem Fall kann kaum einer so genau die "Bedeutung" eines Produktes erfassen, bis hin zur Abbildung von Kommentaren. (Warum kann das eigentlich Microsoft mit Bing und Ciao noch nicht richtig?)

Das Nexus One ist Googles erster Versuch mit direktem Verkaufen, und der ist ziemlich daneben gegangen. Vielleicht gewinnt das Unternehmen aber Spaß daran, Transaktionen direkt auf Google durchführen zu lassen?

Andrew Sirotnik von der Agentur Fluid hat die Folge schön beschrieben:

Perhaps most interesting is that Google is not bound to the need to convert. Instead, they benefit most by embracing a new paradigm of the shopping funnel as a non-linear, cross-brand, multi-branched journey. What makes this so powerful is that this is what consumers want and, most often, is in opposition to what individual retailers want to control.

Wenn man nirgends so "informierte" Entscheidungen treffen kann als im Google-Universum, und wenn Google dann noch einen universellen, einfachen Checkout bietet, warum soll ich dann noch in den Ziel-Shop eintreten? Warum sollte ich nicht direkt bei Google kaufen, und Google leitet die Bestellung durch (gegen eine Provision, natürlich)?

Google hätte mit einem Mal, was ihm bisher fehlt: Transaktionsdaten, Warenkorb-Analysen, kombiniert mit der Vielzahl anderer Attribute und Tags. Google wüsste besser als wir selbst, was wir "eigentlich" suchen.

Ganz abgesehen von den Sorgen der etablierten Händler, wäre dies mit der entsprechenden Daten- und Prozess-Organisation im Hintergrund eine große Chance für kleine Longtail-Anbieter. Sie müssten ja nicht einmal mehr einen Onlineshop selbst betreiben. Google ist der Shop.

 

 


Die neuesten Kommentare zum Artikel "Von der Suchmaschine zur Shopping-Destination":

Anzeige: 1 - 3 von 3.

Ich beobachte in den letzten Jahren verstärkt einen Trend, sich ohne Mehrwert zu schaffen in einen Wertschöpfungsprozeß anderer einzuklinken und dafür Gebühren zu verlangen. Paypal z.B. braucht eigentlich niemand. Bezahlen konnte man schon immer. Und das sogar kostenlos. SEO-Agenturen für zwei Tage auf Googles Platz eins für 2000 Euro sind auch so Kameraden. Schon heute verbleibt nur noch ein kleiner Teil des erwirtschafteten Geldes beim Händler und der größere Teil geht an irgendwelche mehr oder weniger sinnvolle Dienstleister.
Wer macht künftig die ECHTE Arbeit? Wer stellt her oder handelt? Macht aus einem Euro zwei? Wer bringt unserer Gesellschaft künftig einen echten Nutzen, anstatt ehrliche Arbeitserlöse anzuzapfen?

So gesehen sollte man die vielen Dienstleister nicht an dem messen, was sie auf bestehender Basis leisten - sondern wie viel MEHR Umsatz und/oder MEHR Ertrag es bringt. PayPal habe ich lange nicht genutzt. Inzwischen immer öfter. Wenn ich dadurch bei Versendern kaufe, wo ich vorher nicht gekauft hätte, lohnt sich PayPal und bringt dem Versender etwas. Klar - bezahlen konnte man immer. Was ist der geldwerte Vorteil einer neuen Bezahlvariante? Dazu habe ich heute übrigens im Twitter-Feed auf einen interessanten Vergleich von PayPal und GoogleCheckout verlinkt.

Hier noch schnell der Link zu dem PayPal-Google-Vergleich:
http://www.bestshoppingcartreviews.com/content/google-vs-paypal.html

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22.07.2010 10:01

GrobiThe FashionStake Diaries | Part I: From Idea to Traction with $1000 http://bit.ly/crxcNh Blick hinter die Kulissen des Crowdfundings

22.07.2010 09:31

GrobiRT @ThisIsSethsBlog Getting to scale: direct marketing vs. mass market thinking http://bit.ly/bv8HaZ Hm. Zalando skaliert anders, oder?

19.07.2010 08:34

GrobiRT @doktormarketing: Article: Web Merchants Keep Social Spending Low http://bit.ly/dlYArG #emarketer

17.07.2010 13:36

GrobiRT @karafotias: Dodenhof erzielt mit Datenmanagement 20 % Resonanz bei Mailingaktionen http://bit.ly/csd0dg 8 % direkte Käufe nach Mailing!

17.07.2010 09:09

GrobiRT @SocialECommerce: Liveshopping: Ricardo stellt “mydeal” ein http://wong.to/opyub

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