The 4th Screen - Mydeco stattet Sony Playstations aus
Vor einigen Wochen fragte ich hier mal, wann wohl der Wii-Commerce beginnt. Sony geht jetzt in Kooperation mit mydeco voran: Die Nutzer der Social Gaming Networks PlayStation Home können die Produkte der mydeco-Datenbank jetzt für wenig Geld kaufen - als virtuelle Version.

Die meisten der mehr als 75.000 dreidimensional aufbereiteten Möbel kosten 1,99 Euro. Damit kann man sich die virtuellen Appartments in der PlayStation Home ausstatten.
Klingt etwas nach SecondLife. Aber wenn ich mir überlege, dass Klingel Geld in ein Portal wie Plinga steckt, dann erhofft man sich an vielen Stellen offenbar, dem Handel mit realen Gütern mit spielerischem Vorgeschmack auf die Beine zu helfen. Für virtuelle Güter wie Waffen, Zauber etc. geben die Rollenspieler und Social Gamer in diesem Jahr etwa 1 Mrd. Dollar aus. Andere sagen, 75 % von 6 Mrd. Dollar Umsatz mit virtuellen Gütern entfalle insgesamt auf Micropayment in der Spielebranche. Die Playstation-Community hat über 7 Mio. Mitglieder!
Die Kooperation kann durchaus funktionieren - belegt ein ganz altes Beispiel. Bose Radios sind bekanntlich sehr teuer. Also verteilt das Unternehmen Nachbildungen der Fernsteuerung (aus Papier) schon mal kostenlos. Aber Bücher über das Bose-Prinzip, also reine Werbung und geistiger Vorgeschmack auf das Klangerlebnis, werden verkauft. Die Conversion-Rate bei denen, die erstmal so ein Vorprodukt gekauft haben, ist - wen wundert's - deutlich höher.
Wie mir Michelle Saxby von Mydeco erklärt, wird das Geld real eingenommen und auch real in der GuV vermerkt. Ein direkter Anschlussverkauf sei allerdings derzeit etwas problematisch, weil die 3D-Produkte den echten von bekannten Herstellern nur nachempfunden seien. Dennoch steckt natürlich für mydeco mehr als ein reines Gimmick dahinter.
Wer sein virtuelles Zuhause mit echtem Geld ausstattet, hat künftig vielleicht auch einen kürzeren Weg zum realen Produkt, im Idealfall direkt über die PSP. Also eine clevere Kooperation.













