Googles Doppelschlag
Auf der Buchmesse hat Google angekündigt, ab 2010 zur virtuellen Buchhandlung zu werden. Und eine neue Studie prognostiziert, dass Android Microsofts Windows Mobile 2012 bei weitem überholt haben wird.
Die Online-Buchhandlung umfasst 2 Mio. Bücher von 30.000 Anbietern. Wenn das Buch direkt bei Google gekauft wird, behält Google 37 % des über Check-out erzielten Verkaufserlöses, 63 % gehen an den Verlag. Wenn ein anderer Händler zwischengeschaltet wird, erhalten die Verlage deutlich weniger - und so kauft Google den Verlagen locker den Schneid ab.
Spannend wird das ganze, wenn das zarte Pflänzchen "Kindle" sich durch die mobilen Endgeräte ganz neuer Art multipliziert. Hier wird Android als Betriebssystem Microsoft abhängen, meinen die Marktforscher von Gartner. Dabei geht es nicht nur um Handys, sondern auch um künftige Tablet-PCs. Ein Google-Reader wird deutlich mehr können als ein Kindle, aber er wird eben auch für virtuelle Bücher optimiert sein.
Ergebnis: Google wird den Buchmarkt revolutionieren.














Gespannt sein darf man vor allem auch auf das, was Apple noch aus dem Hut ziehen wird. Gegen eine Kombination von Apple Tablet und iTunes Store könnte es selbst Google schwer haben.
Ich bin sehr gespannt, was das E-Book - in welcher Form auch immer - tatsächlich ausmachen wird. Ich glaube Menschen die Bücher lesen, die lesen diese auch weiterhin als Buch - also sozusagen die Offline-Version. Der einzige Vorteil eines E-Books ist, dass man mehr mit in den Urlaub nehmen kann. Was mache ich eigentlich, wenn ich zu Freunden oder Bekannten gehe und in deren Bücherregalen stöbern will? Oder gehe ich da nur noch online hin und schaue in die digitalen Ordner? Vielleicht ist es irgenwann Mode mit einem Kindle oder was auch immer herumzulaufen, aber die Buchmesse hat es gerade bewiesen: Das Buch kennt noch (?!) keine Rezession .... Warten wir es ab!