Google, Android, und das "mobile advertising"
Google hat mal wieder zugekauft. Für 750 Mio. Dollar (Aktien, nicht bar) hat die Suchmaschine den Werbedienstleister AdMob übernommen. Experten sehen das als Beleg, dass Werbung im mobilen Bereich eben nicht lediglich eine andere Ausgabeform der Internet-Werbung sein wird.
Letzteres ist ja immer wieder zu hören, und hat auch einiges für sich. Mobile Endgeräte wie das iPhone können heute durchaus Shops auch im Original ordentlich darstellen. Dem steht auch nicht entgegen, dass optimierte Shops für das iPhone oder auch spezielle Apps den eigentlichen Hebel darstellen können.
Aber gesucht wird auch mobil. Nur eben anders, meint der AdMob-Wettbewerber Andy Miller, der vielleicht seinerseits auf eine lukrative Übernahme hofft.
It (die Übernahme) sends a signal that even a company that is arguably the most sophisticated mobile monetizer has decided mobile is hard; it sends the signal that there is need for the expertise of mobile ad networks. It's an acknowledgment that behavior on the mobile internet is different from online internet.
Ich bin immer der Meinung, dass Android in gar nicht so langer Zeit als Betriebssystem und aufgrund der Installationen das iPhone überholen wird. Das zeigt sich an den vielen neuen Smartphones mit Android, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen. Das zeigt sich aber auch an den neuen Kooperationen, z.B. von Google und Verizon in den USA.
Handys mit Android-Betriebssystem sorgten im September nach dem aktuellen Mobile Metrics Report für 17 Prozent des Smartphone-Traffics im AdMob-Netzwerk. Im August waren es noch 13 Prozent. iPhones bleiben mit 48 Prozent Anteil aber weiterhin vorn. (Quelle: GfM-Nachrichten)
Offensichtlich ist Google inzwischen auch überzeugt, dass das mobile Internet vor dem Durchbruch steht. Mal sehen, welche Chancen sich hier für den Versandhandel bieten, wer sie ergreift - und ob am Ende dank location based services eher der stationäre Einzelhandel profitiert.
NACHTRAG: Bei David Armano habe ich in einer Präsentation ein schönes Bild gefunden:















Noch sehen viele ja die einzige Zukunft/Chance für Händler im Onlinegeschäft.
Dies ist momentan auch mehr oder weniger richtig. Ich könnte aber darauf wetten dass es dann in einigen Jahren zur Renaissance des stationären Einzelhandels kommen wird.
Dann allerdings online unterstützt/vernetzt, siehe Stichwort location based services.