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Der Unterschied zwischen Google, Amazon und Apple

Auf den ersten Blick scheint sich Google derzeit mit allen in Clinch zu begeben. Die i-lige Allianz mit Apple ist inzwischen so ramponiert, dass Apple jeden Hinweis auf "Nexus" aus seinem App-Store verbannt. Und Amazon entdeckt seine Liebe für Microsoft und Bing, seitdem Apple den iPad und Google das Chrome OS und Aspirationen auf ein G-Tablet annonciert - beide mit Bookstores für virtuellen Lesestoff.

Was dabei übersehen wird: Für Google sind das Nexus und die Buchsuche auf dem Tablet nur Abfallprodukte. Apple wie Amazon leben vom Verkauf der Produkte. Apple hat ein Ökosystem rund um seine stylischen Computer und das iPhone geschaffen. Amazon nutzt die Informationen, um mehr Produkte zu verkaufen.

Apple reduziert die Warenpalette, Amazon erweitert sie. Und Google?

Google scannt die Bücher in erster Linie, um dadurch die semantische Basis für künftige Such- und Findetechnologien zu schaffen. Auch das Nexus bzw. Android sind nur Datengeneratoren. Die Information ist der Wert an sich. Die vielen automatisch und unbewusst generierten "Tags" - GPS-Daten in Kombination mit Suchen oder Fotos, Farben, Formen, etc.

Es gibt keinen Wettbewerb zwischen Google, Apple und Amazon. Und noch weniger zwischen Microsofts Steve Ballmer, der sich willig auf das Spiel mit Bing und Tablet einlässt. Google ist kein Software-Konzern. Software ist für Google ein Verstärker, um mehr Verbindungen zwischen Objekten, Beschreibungen und Bedeutungen zu gewinnen. Wenn Microsoft jetzt seine Office-Suite online als Browser-Version zugänglich macht, arbeitet sich das Unternehmen an der Oberfläche ab. Und kann doch nicht im Mindesten die Wertschöpfung erzielen wie Google.

Google ergänzt und verknüpft Attribut um Attribut zu einem semantischen Netz, in dem die Werbung immer relevanter wird, immer treffender zugeliefert werden kann. Was z.B. die Hamburger novomind AG mit ihrer neuen Shopsoftware erreicht - eine flexible, weil nicht mehr Matrix-orientierte Architktur - ist nur ein schwacher Ausblick auf die flexible Shoplösung, die Google schon bald Händlern wird zur Verfügung stellen können. Für einen Apple und ein "i", da kann man sicher sein. Denn SaaS ist ja nicht Apples Geschäftsmodell. Auch das wäre ein Mißverständnis.

 


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